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Wissenswertes & Fragen über Angst

Die Angst liebt keine Veränderung. Angst ist eine Emotion und zwar eine sinnvolle, die zum Überleben helfen kann.
Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden eine vollbefahrene Straße ohne jegliche Angst überqueren ...?
Sie würden von einer Höhe hinunterspringen wollen, da Sie dabei keine Angst empfinden würden.
Im Zoo einen Tiger oder Löwen streicheln, das Sie keine Angst davor haben.


Sie sehen, dass es schon von Vorteil ist, in bestimmten Situationen Angst zu empfinden.

Die Angst was unser Leben und zugleich unser Überleben schützt, haben wir von unseren Vorfahren übernommen.
Hier hatte die Angst eine wichtige Funktion. Die Sinne wurden geschärft, die Körperkraft aktivierte den Schutz- und Überlebensmechanismus, um in vermeintlichen Gefahrensituationen ein angemessenes Verhalten wie
Fight or Flight einzuleiten.

Nun in der heutigen schnelllebigen Zeit haben wir ganz andere Ängste und Sorgen, als unsere Vorfahren.


Angst ist keine Krankheit - sie kann aber krank machen.
Panik und Angst lassen sich beim Vulnerabilitäts - Stress einordnen.
Vulnerabillität bedeutet Verletzlichkeit.

Was ist die Ursache meiner Angst? 
Ich arbeite nicht am Auslöser ( letzter Tropfen, letztes Symptom) sondern an der Ursache.
Dadurch besteht die Möglichkeit, dass die Wunden der Vergangenheit, das Leben nicht mehr beeinflussen.
Mit Hilfe der Hypnose können wir an die erste Erinnerung kommen, was zu der Angst geführt hat.

Beispiel an einer Panikattacke:
Geburt >>>>>> mit 3 Jahren Trigger allein sein >>>>> weiter Ereignisse >>>>>
1. PA .... >>>>>.... 2. PA .... >>>>> 3. PA .... >>>>>> ..... <<<<<<<<< Psychotherapie & Hypnose
So gehen wir zurück zum ersten Erreignis und lösen die anderen Ereignisse auf.

Wie Dominosteine fallen oder lösen sich die Ereignisse auf, welche zur 1. PA geführt hat auf. 
Was zur kompletten Symptomfreiheit führen kann.
Vorausgesetzt der Klient möchte das auch und es besteht kein, 
Sekundärer Krankheitsgewinn oder aus systemischer Sicht betrachtet, dass es einen Grund gibt welchen die Auflösung verhindert ( worüber in der Therapie ausführlich gesprochen wird).

Das Gefühl des Alleinseins kann sich eine lange Zeit durchs Leben ziehen. 
Sich in den unterschiedlichsten Situationen zeigen, meistens unbewusst.

Diese vielen Ereignisse im Leben --- speichern sich ab. Ohne, dass wir direkt darüber Bescheid wissen. 
Es geht vollautomatisch in unser Unterbewusstsein über.

Symptome sind die Sprache des Körpers.
Andauerndes darüber Reden, verfestigt die Angst, mit jeder Aktivierung. 
Wir drehen uns im Kreis- oder stecken im Gedankenkarussell fest.
Da sollten wir, wenn möglich Hilfe von außen annehmen und mit einem Experten darüber sprechen.
Um einen Schritt weiter zu kommen, kann die auflösende Hypnose eine echte Transformation bedeuten.

Die Ursache wird wenn möglich angeschaut, bearbeitet und aufgelöst.
Die Erinnerungen können verändert werden, dadurch nimmt der emotionale Schmerz ab.

Das Gehirn kann nicht unterscheiden, ob etwas in der Realität oder in der Fantasie durchlebt wurde.
Deshalb können Erinnerungen noch Jahre später als schmerzhaft oder angstbesetzt empfunden werden.
Auch daran kann man arbeiten.
Wir könnten auch die Angsterinnerung in der Amygdala löschen.
Hierbei wird nur die Emotion gelöscht, die Erinnerung bleibt.

Angst und Entspannung können nicht gleichzeitig bestehen.

Das nutzen wir in der systematischen Desensibilisierung & beim Flooding..
Bei der systematischen Desensibilisierung stellen wir uns das angstauslösende Objekt oder die Situation 
erst entspannt in der Vorstellung vor, später dann in der Realität.
Beim Flooding gehen wir gleich zur Realität über und bleiben solange in der Situation bis die Angst nachlässt.

Alternativ lösen wir die Angst mit der auflösenden Hypnose auf.
Danach könnten wir testen ob die Angst noch da ist. Allerdings frühstens nach 3 Tagen, denn solange arbeitet die Hypnose noch im Unterbewusstsein weiter.

Was wenn wir an der Angst fest halten wollen ..., hier könnte ein sekundärer Krankheitsgewinn eine Rolle spielen.

Was würde sich für Sie ändern, wenn Sie keine Angst mehr hätten?
Sind Sie bereit Ihr Leben ohne Einschränkungen durch die Angst zu leben?
Oder halten Sie bewusst an der Angst fest?
Können Sie sich nicht vorstellen, dass sich das Leben auch bei Ihnen verändern kann?

Falls Ihre Angst erlernt ist, durch Vorbilder oder Familie, habe ich eine gute Nachricht.
Die Annahme in der Verhaltenstherapie ist: "Alles was man gelernt hat, kann man auch wieder verlernen oder umlernen."
Es besteht auf vielfältige Art und Weise die Möglichkeit ohne hinderliche Angst durchs Leben zu gehen.
Ausnahme ist die sinnvolle Angst, welche das Überleben schützen kann, diese bleibt unberührt.

Die Liste über Angst ist sehr lang.
Falls Sie unter Ängste, Phobien oder Panikattacken leiden, sprechen Sie mich gerne an.
Bei einer Angststörung tritt eine starke Angst in objektiv nicht 
bedrohlichen Situationen auf.


Angstanfälle ausgelöst durch Stress

Nicht nur bedrohliche Gedanken und besondere Beachtung von körperlichen Symptomen können den Teufelskreis der Angst in Gang setzen, sondern auch allgemeine Anspannung und Stress.

Die meisten Menschen sind ständig mehr oder weniger angespannt. 
Wenn das allgemeine Anspannungsniveau über längere Zeit nur unmittelbar unter der angstauslösenden Schwelle bleibt, können selbst unscheinbare Ereignisse die Angst auslösen.
Ob und wie angespannt der einzelne Mensch ist und damit umgehen kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Es kann jedoch auch eine niedrige Anspannung zu einem Angstanfall führen.

Diese Beschreibung ist aus diesem Grund allgemein gehalten.

Als Beispiel:
Es gibt Tage oder auch längere Phasen an denen Person X angespannter ist.
Durch vermehrte Arbeit, lebensveränderte Situationen wie etwa die Geburt eines Kindes, eine Operation, Krankheit, ein Umzug in eine neue Stadt.
Da das Anspannungsniveau in diesen Zeiten sowieso schon höher ist, kann diese alltägliche Stressreaktion wie zum Beispiel in einem Stau zu stehen, in der Schlange an der Kasse, einen Abgabetermin zu verpassen..., einen Angstanfall auslösen.

Auch wenn das allgemeine Anspannungsniveau niedrig ist und Person straken Stress ausgesetzt ist, 
wie z.B. Verlust eines nahestehenden Menschen, eine Ehekrise oder eine Scheidung...
Kann somit die Schwelle der Angstauslösung überschritten werden.

Die Angst vor der Angst
Es gibt viele Kombinationen von allgemeiner Anspannung und Stressoren, welche zu einem Angstanfall führen können.
Wenn sich mehrmals ein Angstanfall ereignet hat, kann eine Folge sein, dass sich eine anhaltende Sorge von einem erneuten Angstanfall dazu gesellt.

Stress kann sowohl bei den Gedanken sowie an den körperlichen Symptomen ansetzen.
Möglich ist auch, dass der Angstkreislauf bei den Gedanken als auch den körperlichen Symptomen beginnt.


Die vier Arten von Angstanfällen

Es gibt verschiedene Typen von Angstanfällen und zwei Untertypen. 
Man unterscheidet die Angstanfälle welche auf welche auf eine Phase erhöhter Anspannung und Angst erfolgen und welche die ohne vorherige Anzeichen auftreten.
Sie erwarten einen Angstanfall zu erleben, das sie schon einmal einen Angstanfall hatten, die Erwartungsangst.
Zum Beispiel in einem Kaufhaus, unter vielen Menschen oder beim Autofahren.
Sobald Sie wieder in eine solche Situation kommen, kann sich Ihre Angst erhöhen.
Weil Sie befürchten wieder einen Angstanfall zu bekommen.
Durch Probleme oder Sorgen über andere Dinge wie zum Beispiel:
Ein Besuch des Chefs, einen Vortrag halten, finanzielle Probleme, Krankheit, auch in der Familie...

Beide Typen können durch die erhöhte Angst, die körperliche und geistige  Anspannung und damit den verbundenen Stresspegel einen Angstanfall auslösen.
Durch die Ausschüttung der Stresshormone  infolge von Stress können körperliche Empfindungen hervorgerufen  werden und damit den Teufelskreis der Angst auslösen.

Die Angstanfälle welche ohne vorherige Angst auftreten, werden als besonders bedrohlich erlebt. 
Da es keinen offensichtlichen Auslöser hierfür gibt. 
Das können Sie im Artikel Teufelskreis der Angst noch einmal nachlesen.

Auch hier geht es wieder um zwei Unterarten.
Die Angstanfälle welche tagsüber auftreten und solche, die Sie aus dem Schlaf reißen können.
Die Ursache für unerwartete Angstanfälle, die nicht durch vorherige Ängste ausgelöst werden, liegt im Teufelskreis zwischen inneren Reizen, Ihrer Wahrnehmung und Ihrer Bewertung bzw. der Verknüpfung mit Gefahr.

Die inneren Reize sind meist körperliche Empfindungen, es können auch Gedanken oder Vorstellungen sein.
Wie Herzklopfen, Atemnot, ich bin krank, ich werde verrückt.
Hervorgerufen durch falsche Ernährung, körperliche Belastung, jedoch auch Gefühle wie Wut, Ärger oder auch Freude.

Bei Angstanfällen im Schlaf gilt das gleiche Prinzip.
Auch hier wirkt der Teufelskreis im Schlaf weiter, denn das Gehirn arbeitet und verarbeitet auch während des Schlafs.
Die körperlichen Veränderungen werden auch während des Schlafs interpretiert.
Für den Fall, dass sie als gefährlich bewertet werden, kommt es dann zu Angstanfällen, dass die Betroffenen aus dem Schlaf gerissen werden können.



Angstauslöser des Teufelskreis durch die Gedankenkomponente

Hier ein Beispiel mit der Gedankenkomponente
Sie lesen in der Zeitung oder erfahren, dass jemand in Ihrem Alter an einem Herzinfarkt gestorben ist.
Sie könnten daraufhin denken:" Ich könnte auch an einen Herzinfarkt sterben.
Viele Angstanfälle wird mein Herz nicht mehr aushalten können".
Diese Gedanken können wieder einen schnelleren Herzschlag auslösen.
"Beginnt jetzt wieder ein Angstanfall"???


Wahrscheinlich achten Sie vermehrt auf Ihren Herzschlag und werden dadurch ängstlich.
Wie schon im vorherigen Beitrag erwähnt, kann sich Ihr Herzschlag tatsächlich wieder erhöhen.
Durch das schnellere Schlagen des Herzes trägt dies zum Teufelskreis der Angst bei.

In beiden Beispielen wird ein Aufschaukelprozess in Gang gesetzt.
Dieser Prozess kann dazu führen, dass Sie Ihr Verhalten ändern.
..., oder aus der Situation flüchten wollen.

Man kann sagen, dass der Teufelskreis an jeder Stelle in Gang gesetzt werden kann.
Negative Gedanken sowie die Wahrnehmung körperlicher Veränderungen und innerer Reize, ohne zu wissen warum, 
bzw. die Veränderungen werden falsch interpretiert.
Als sogenannte Gefahrensignale interpretiert und somit nehmen Sie auch an Intensität zu.

Angstanfälle entstehen meistens durch die Reaktion auf die Wahrnehmung und Bewertung innerer Reize.
Oft sind die inneren Reize vollkommen verständlich und weitgehend natürlich.
Manche Menschen bewerten die Reize, für welche sie keine Erklärung haben als gefährlich.



Der Teufelskreis der Angst     

Bei Personen, welche unter plötzlichen und scheinbar unerklärlichen Angstanfällen leiden, hat sich in der Regel aus den verschiedenen Komponenten aus einer normalen Angstreaktion, ein sogenannter Teufelskreis gebildet.

Der Teufelskreis der Angst tritt meistens unterschiedlich von Mensch zu Mensch auf.
Dennoch gibt es wichtige Gemeinsamkeiten.

Folgende Komponenten spielen hierbei die entscheidende Rolle.

Wahrnehmung - Gedanken - physiologische Veränderungen - körperliche Symptome

Der Teufelskreis kann an jeder beliebigen der vier o.g. Komponenten beginnen.
Häufig beginnt er an einer Stelle und wird so in Gang gesetzt.

Hier ein Beispiel zum Ablauf des Teufelskreis:

Nehmen wir einmal an, Ihr Herz beginnt plötzlich schneller zu schlagen.
Weiter haben Sie das Gefühl nicht richtig atmen zu können.
Sie haben jedoch keine logische Erklärung für die Symptome und werden ängstlich, da Sie die Situation nicht einschätzen können.
Sie stellen sich vor, dass Sie gleich nach Luft schnappen müssen und vielleicht sogar in Ohnmacht fallen.
Das Einzige was im Moment ist, dass Sie körperliche Symptome wahrnehmen und diese interpretieren Sie als gefährlich.

Diese Vorstellung erzeugt Angst. 
Durch diese Angst schüttet der Körper z.B. Adrenalin aus, dadurch werden die körperlichen Symptome
noch intensiver wahrgenommen.
Ihnen es es vielleicht schwindlig, Sie haben das Gefühl Sie hätten nur noch Watte im Kopf, können keinen klaren Gedanken mehr mehr denken, alles dreht sich nur noch. 
Sie fangen an zu schwitzen oder zu frieren, dann beginnen Sie noch zu zittern und kommen ins Schwanken, da Ihre Beine nachgeben wollen .....
Ihre Gedanken fangen an zu rasen, und Sie fühlen sich völlig verwirrt.

Sie denken, Sie würden Ihren Verstand verlieren und Sie verlieren vollständig die Kontrolle über sich und Ihren Körper.

Ihr Herz schlägt nun noch schneller und vielleicht spüren Sie Schmerzen in der Brust. Die Symptome bewerten Sie als noch gefährlicher, da Sie ja noch stärker wurden. Ihre angenommene Bedrohung wurde Ihnen Bestätigt, da die Symptome stärker wurden. Sie werden noch ängstlicher. Sie denken: " Dieses Gefühl wird nie weg gehen".
"Niemand kann mir helfen" ... Gerne würden Sie weg laufen, nur wissen Sie nicht wohin.
Sie rufen Ihren Arzt an und bitten Ihn um Hilfe.
Nach dem Telefongespräch, spüren Sie, wie die Angst nachlässt.
Bis der Arzt bei Ihnen ist, sind die Symptome der Angst fast verschwunden.

Dieses Beispiel zeigt unter anderem, dass körperliche Symptome häufig stärker werden, wenn man besonders darauf achtet.


Die Person im o.g. Beispiel hatte keine Erklärung für die Symptome und wurde dadurch ängstlich.
Durch die Ängstlichkeit, bekam Sie noch mehr Angst.
Je ängstlicher Sie wurde, desto mehr und stärkere Beschwerden kamen hinzu. 
Ebenso geht es auch umkehrt, je mehr Beschwerden umso ängstlicher.

Menschen, die einmal eine starke Angst empfunden haben, können sehr empfindlich gegenüber körperlichen Veränderungen
werden. Sie achten vermehrt auf die Symptome und nehmen sehr schnell die Veränderung war.
Das wird nun wieder als gefährlich eingestuft und so setzen Sie Ihren Teufelskreis erneut in Gang.



Die Verhaltenskomponente bei Angst

Mit Verhalten meine ich alles was wir tun, was für andere Sichtbar ist.

Bei der Gedankenkomponente verhält es sich ein bisschen anders.
Wir können höchstens erahnen was in dem Menschen mit Angst vor sich geht. Wissen und Nachempfinden können wird es dadurch noch lange nicht.

Angst kann das Verhalten eines Menschen auf mehrere Art und Weise beeinträchtigen.
Die Art der Beeinträchtigung in der die Konzentration & Geschicklichkeit betroffen sein kann.

Durch die aufkommende Angst, kann es sehr schwierig sein, lauf vor zu lesen oder mit & vor anderen Menschen zu sprechen.
Sei es nur ans Telefon zu gehen, nach dem Weg zu fragen oder auch nach zu fragen, wenn man etwas nicht verstanden hat.

Kleine alltägliche Dinge mit großer Auswirkung auf die Angst.

Beim hilfesuchenden Verhalten, wird die Situation nur überstanden mit sogenannten Hilfsmitteln.
Das können nachfolgende sein:
*Telefonnummer vom Hausarzt, die Nummer der nächsten Angehörigen, ...
*Medikamente für den Notfall
*Die Mitnahme einer Begleitperson

Was in den meisten Fällen überhaupt nicht benötigt wird.

Die Vermeidung oder das Flüchten aus angstauslösenden Situationen
Es gibt Menschen die Lernen das Vermeiden von Situationen, in denen Sie Angst erlebt haben oder denken, dass Sie dort
Angst erleben könnten.
Andere Personen flüchten oder verlassen die Situation, in denen Sie Angst bekommen, Sie laufen einfach davon.

Die Kampf-Fluchtreaktion wird durch die körperliche Komponente ausgelöst. 
Ursprünglich diente die Reaktion ja zum Überleben.
Heutzutage geht es nicht mehr vordergründlich ums Überleben.

Doch die Macht unserer Gedanken ist nicht zu unterschätzen.

Da lohnt es sich einmal näher hinzuschauen, was die Ursprüngliche Angst & das erste Angsterleben war. 
Was hat diese Angst ausgelöst?

Oder ist es durch unsere Eltern & Familie anerzogen worden. Es besteht auch die Möglichkeit, dass wir es von unseren Vorbilder unbewusst übernommen haben.

Dann findet hier auch der Satz, aus der Verhaltenstherapie Anwendung:
"Was gelernt wurde, kann man auch wieder verlernen".

Ein häufiges Problem von Personen in angsterregenden Situationen ist, dass Sie die Zuschauer-Rolle einnehmen.
Sie sind dann so mit Ihrer Angst oder Ihren negativen Gedanken beschäftigt, dass Sie dem Wunsch zu fliehen, nicht mehr widerstehen können.
Durch die körperliche Komponente wird der Kampf & Fluchtmodus aktiviert.
Die Stresshormone überfluten die Person und das System läuft auf Hochtouren.

Es kann zu einem trockenen Mund kommen, die Aktivität des Verdauungssystems wird herunter gesetzt, was zu Übelkeit führen kann. Schließlich spannen sich viele Muskelgruppen an, als Vorbereitung für den Kampf oder die Flucht.
Man fühlt sich heiß und erhitzt, weil dieser Prozess eine Menge an Energie verbraucht.
Deshalb fühlt man sich hinter oft müde und ausgelaugt.

Das war nur ein Teil der Symptome, welche durch Angst ausgelöst werden können.



Panikattacken

Ein Mensch der unter Panikattacken leidet, wird von seiner Psyche aufgefordert, Hilfe zu suchen.

"Geh du vor", sagte die Seele zum Körper, auf mich hört er nicht.
Vielleicht hört er auf Dich.
"Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für Dich haben",
sagte der Körper zur Seele.


Ulrich Schaffer (*1942), Fotograf & Schriftsteller

Wenn körperliche Symptome in Form einer Panikattacke auftreten, wird es früher oder später dazu kommen, dass die betroffene Person die Hand ausstreckt und Hilfe von außen annehmen möchte.
Viel zu lange wurden Gefühle und Emotionen unterdrückt, weg gesperrt in den hintersten Winkel.
Nur um sich nicht mit der jeweiligen Situation auseinander setzen zu müssen.

Es können ganz unterschiedliche Bereiche eines Leben dazu geführt haben, dass die Symptome wie aus dem nichts kommen und zugleich wie eine Naturgewalt auf die Person einwirken.

Ich möchte hier nicht weiter auf die körperlichen und psychischen Symptome eingehen.
Wenn man selbst Betroffen ist oder war, kennt man die Anzeichen nur zu gut.
Wer allerdings noch keine Erfahrung einer Angst- oder Panikattacken hatte, dem erspare ich die genaueren Ausführungen.

Falls Sie ein ein naher Angehöriger oder eine Angehörige der betreffenden Person sind, welche unter einer Angststörung oder Panikattacken leidet, können Sie die oberen Texten noch einmal durch lesen.
Hier bekommen Sie einen kleinen Einblick. Verstehen oder nachvollziehen können es wahrscheinlich dennoch nicht, da Sie es nicht am eigenen Leib gespürt haben. 
Sie können jedoch Unterstützend und einfühlsam mit mit der Person umgehen, soweit es zugelassen wird.

Manchmal brauchen auch Angehörige Unterstützung, bei dem Umgang mit dem Familienmitglied.
Im Fokus steht meistens der Klient oder Patient. Für die Aufklärung ist meist keine Zeit. 

Mir ist es ein besonderes Anliegen auch die Angehörigen zu Begleiten, da man viel zu schnell zum Co-Patienten werden kann,
da man sich manchmal selbst aus den Augen verliert.
Nach dem Motto es muss ja irgendwie weitergehen, versuchen Sie die Familie zu versorgen oder übernehmen die Aufgaben en des Partners oder der Partnerin.

Denken oder lesen Sie noch einmal den Auslöser Stress durch, hier können Sie das ganze noch einmal vertiefen.
Es geht nicht nur alleine um die Angst oder Panik, es gibt viele Faktoren wo hierbei, mit spielen können.

Was ich als erstes mit meinen Klienten mache, ist die Panikattacke zu entmachten. Es ist dann keine PA mehr sondern nur ein Ereignis wo sich ereignet hat. Den ich hatte mal eine Klientin wo ein Panikattacke ausgelöst wurde, nur durch die Aussprache des Wortes. Seitdem haben nur noch über P oder eine P gesprochen.
Das können Sie gleich bei sich anwenden, ganz gleich was Sie haben, Ängste, Sorgen, Kummer, Wut, Trauer ...., verwenden Sie ein anders Wort dafür. Sie werden es gleich wahrnehmen können, dass es sich anders anfühlt.

Die P`s können auch das innere Bedürfnis signalisieren, dass verschüttete Bereiche der Erinnerung freigelegt werden sollen.
Manchmal wollen wir auch unbewusst aus unserer Autonomie heraustreten um einmal Hilfe annehmen zu können.
Menschen die unter P`s leiden, sind häufig einsam und meinen, sie müssten alles alleine Bewältigen.
Sie müssen stark sein, keine Schwäche zeigen. Sich immer um alles und jeden kümmern.
Die Erlaubnis sich ohne unangenehme Gefühle einmal um sich selbst zu kümmern, fällt Ihnen schwer.

Nein, zu sagen ist auch ein Lernprozess.

Bei einer P erlebt man den absoluten Kontrollverlust.
Die Kontrolle übernimmt in diesem Fall unser Körper. Was für ein Disaster, für einen Menschen, welcher immer alles unter Kontrolle haben möchte.

Um ein befreites Leben wieder herzustellen, muss man sich auf den Weg der Veränderung begeben.

Denn wenn, ALLES GLEICH BLEIBT ..., ändert sich auch nichts!!!

Der Weg hat natürlich auch seine Höhen und Tiefen, jedoch am Ende hat es sich gelohnt.
Manchmal kann es auch hilfreich sein, sich den Weg der Veränderung bildlich vorzustellen.
Ihn in Etappen zu erreichen und anerkennen, was man schon erreicht hat.

Jedoch das aller Wichtigste ist, sich bewusst zu machen, wie es soweit kommen konnte.
Das alle Vorboten und Warnzeichen über einen langen Zeitraum einfach ignoriert wurden.

Den eine P kommt zwar für die betroffene Person wie aus dem nichts..., jedoch kamen viele Umstände zusammen bis das Maß erreicht wurde und der Körper und unser vegetatives Nervensystem Alarm geschlagen haben.

Bei Panik übernimmt der Sympathikus die Steuerung.

Dieser ist in unserem vegetativen Nervensystem für Flucht, Kampf oder Starre zuständig.
Der Parasympathikus ist der Gegenspieler des Sympathikus und dient der Entspannung und Verdauung.
Ist der Sympathikus aktiviert, kann es länger dauern bis sich dieser wieder runter reguliert und der Parasympathikus übernimmt.

Das war nur eine kleiner Auszug über den Ablauf bei einer ...., man kann jedoch auch bei mir in der Praxis Erlernen wie man das System reguliert.

Wichtig ist auch einmal zu erforschen, welche Gedanken und Gefühle direkt vor dem Ereignis gedacht & gefühlt wurden.



Angstbewältigung & Selbstgespräch mit der Angst
                                                                                                   
Führen Sie das Selbstgespräch mit Ihrer Angst in einer Symptomfreien Zeit.
Wenn der Teufelskreis der Angst bereits in Gang gesetzt ist, ist es eher unwahrscheinlich, dass Sie sich auf ein Selbstgespräch konzentrieren können. Es sei denn Sie haben das Gespräch schon ein paar Mal geübt und können es jederzeit abrufen.

Beispiel wie ein Selbstgespräch ablaufen könnte:

*Meine Angstgefühle und die dabei auftretenden körperlichen Symptome sind eine normale Körperreaktion, ähnlich wie in einer  Stresssituation.

*Solche vorübergehenden Gefühle und Körperreaktionen sind zwar sehr unangenehm, aber weder gefährlich noch in irgendeiner Weise schädlich.
Nichts Schlimmes wird geschehen!

*Ich steigere mich in Angstsituationen nicht mehr selbst durch meine Gedanken wie:
"Was wird geschehen, wohin kann das alles noch führen ..."?, in noch größere Ängste hinein.

*Ich konzentriere mich nur auf das, was um mich herum und mit meinem Körper tatsächlich geschieht -  
nicht auf das, was in meiner Vorstellung alles geschehen könnte.

*Ich warte ab und gebe der Angst Zeit, vorüber zu gehen. 

*Ich lasse meine Angst zu.

*Ich bekämpfe Sie nicht. 

*Ich laufe nicht davon.

*Ich akzeptiere meine Angst.

*"Es ist, so wie es ist."

*Ich beobachte, wie meine Angst von selbst abnimmt, wenn ich beginne, mich auf die Realität um mich herum
zu konzentrieren.

*Ich denke daran, dass es für mich beim Üben nur darauf ankommt zu lernen, mit meiner Angst umzugehen -
nicht zu vermeiden.
Nur so gebe ich mir die Chance, Fortschritte zu machen.

*Ich halte mir meine inneren Ziele vor Augen und denke an die Fortschritte, die ich trotz aller Schwierigkeiten bereits gemacht habe.

*Ich denke daran, wie zufrieden ich sein werde, wenn ich auch dieses Mal Erfolg habe werde.

*Ich nehme mir Zeit, für meine Angst und für herausfordernde Situationen.

*Ich gebe mir Zeit, für Erholung und plane den nächsten Schritt.


Das Angsttagebuch


Hier ist ein Beispiel wie ein Angsttagebuch aussehen könnte.

Mein Emotionen und Gefühle wurden durch .... ausgelöst.

Das aufkommende Gefühl erkennen, benennen, zulassen und es beschreiben.
Angstintensität einschätzen auf einer Skala von 0 - 10.

Als Beispiel: Ich habe Angst und das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen ( z.B. Intensität 7 )

Körperliche Symptome beschreiben, z.B. könnten es Herzklopfen, Beklemmung in der Brust, Beschleunigung der Atmung,
Gefühl von Luftnot sein.

Gedanken und Befürchtungen notieren.
Was macht Angst ? Wovor habe ich Angst?, z.B. ich könnte Ersticken. Ich könnte Umfallen. 
Keiner kann mir helfen, ich bin hilflos ausgeliefert.

Die Situation beschreiben.
z.B. Ich fahre alleine auf der Autobahn, ich stehe im Kaufhaus in der Schlange.

Das Verhalten beschreiben.
z.B: Ich fahre nie wieder Auto, ich lasse meine Einkäufe zurück und verlasse den Laden.

Erste Reflektion

Was spricht dafür, dass meine Befürchtungen berechtigt sind?

*z.B. Weil ich ersticke, weil sich meine Atmung so verkrampft ist. 
*Niemand wird sich um kümmern.

Was spricht dagegen, dass meine Befürchtungen berechtigt sind?

*zB. Es kommt mir nur so vor, das liegt an am schnellen Atmen oder ich Hyperventiliere.
*Wahrscheinlich ruft jemand den Krankenwagen.
*Im Geschäft sind noch andere Personen, die mir helfen könnten.



                                          

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